Hamburg/Tokio - Ein starkes Seebeben, dessen Epizentrum etwa 500 Kilometer östlich der Etorofu-Inseln zwischen Japan und Russland lag, hatte Meteorologen heute Morgen alarmiert. Um 5.24 Uhr mitteleuropäischer Zeit bebte dort der Meeresboden, die Messstationen verzeichneten Erschütterungen der Stärke 8,3 auf der Richterskala.
AFP
Seebeben: Ein Meter hohe
Flutwelle erwartet
Als erster Ausläufer des befürchteten Tsunamis wurde eine zehn Zentimeter hohe Welle in Nemuro im Nordosten Japans registriert. Auch auf der pazifischen Insel Chichijima verzeichneten Meteorologen eine leichte Flutwelle. Der Meeresspiegel hatte sich zuvor deutlich abgesenkt, was als Anzeichen für einen drohenden Tsunami gilt.
Für Hawaii, Alaska und Japan waren daraufhin Tsunami-Warnungen herausgegeben worden, die inzwischen jedoch zurückgenommen wurden.
Zuletzt wurden im November nach einem Beben in der Region Tsunami-Warnungen für Japan herausgegeben. Es trafen jedoch nur 40 Zentimeter hohe Wellen auf die Küstenregion, die keine Schäden verursachten.
Ein Tsunami, das japanische Wort für "Hafenwelle", entsteht häufig durch Erdbeben unterhalb des Meeresbodens. Durch die Erschütterungen geraten Kubikkilometer Wasser in Bewegung, eine Welle entsteht, die in tiefen Gewässern kaum registriert wird, sich jedoch in flacheren Küstenregionen meterhoch auftürmen kann.
jkr/AP/Reuters
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